Im September 2001 wirbelte Ronald B. Schill die politische Landschaft in Hamburg auf. Mit seinem Versprechen, den Hamburgern Recht und Ordnung zu bescheren, fuhr der umstrittene Amtsrichter a.D. 19,4 Prozent der Wählerstimmen ein. Trotz aller Distanzierungsbemühungen liegt auf der Hand: Schill wurde nahezu ausschließlich wegen seiner rechts-konservativen Äußerungen zur inneren Sicherheit gewählt, nicht wegen seiner Beteuerungen, ein "guter Liberaler" zu sein. Die ein Jahr zuvor gestartete Dauerkampagne der Massenmedien "gegen rechts" wurde durch seinen Erfolg ad absurdum geführt. Und die CDU bewies einmal mehr ihre politische Wandlungsfähigkeit: hatte es bislang immer geheißen, eine Partei rechts von der Union dürfe nicht demokratisch legitimiert werden, so kam nach dem spektakulären Schill-Erfolg innerhalb weniger Wochen in der Hansestadt eine Mitte-Rechts-Regierung unter Dach und Fach. - Holger Stürenburg war von Anfang an dabei. Der aus Hamburg stammende Journalist gibt den Blick hinter die Kulissen der Partei Rechtsstaatlicher Offensive frei: Gründung, Programmdiskussion, Umgang mit den Medien, Strategien der Selbstdarstellung, Kandidatenaufstellung, das Verhältnis der Parteimitglieder und -funktionäre zu ihrem "großen Vorsitzenden", Schills Stärken und Schwächen - das alles bringt Stürenburg in einem ebenso amüsanten wie flüssigen Stil dem Leser nahe. Durch dieses Buch erfahren Sie, wie es gewesen ist. Eine unverzichtbare Quelle für jeden, der sich mit Schill und seiner Partei auseinandersetzen will!
Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird
Zwischen drei Stühlen - Eine Biografie